Welche Naturfasern gibt es?

Hier erhalten Sie einen Überblick über die unterschiedlichen reinen Naturfasern pflanzlicher oder tierischer Herkunft.

Baumwolle

Baumwolle

Die Baumwolle wird aus den Samenkapseln des Baumwollstrauches gewonnen, welcher im tropischen und subtropischen Klima wächst. Baumwolle ist sehr hautfreundlich, sie kann bis zu 20 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abtransportieren.

Baumwolle ist außerdem schweißbeständig und angenehm glatt. Naturbaumwolltextilien sind zudem antistatisch, widerstandsfähig, mottensicher und können bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden. Sie ist nicht umsonst die beliebteste Faser weltweit.

 

Wolle

Das Wollhaar ist als Eiweißfaser in der Zusammensetzung der menschlichen Haut ähnlich und besitzt ein ausgezeichnetes Wärmerückhaltevermögen, reguliert die Hautatmung und den Sauerstoffaustausch. Wolle wirkt Feuchtigkeit regulierend, das heißt sie kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und je nach Außenbedingungen wieder an die Umgebung abgeben.

Wolle ist Schmutz abweisend und knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist. Sie nimmt im Gegensatz zu Kunstfasern kaum Gerüche an (z.B. Schweiß) und hat eine natürliche Selbstreinigungsfunktion - Gerüche werden an die Luft abgegeben und die Wolle riecht nach kurzer Zeit an frischer Luft wieder neutral und frisch.

Reine Schurwolle ist Wolle, die vom lebenden Schaf geschoren und erstmals verarbeitet wird. Merinoschurwolle ist sehr fein gekräuselt, kratzt nicht und fühlt sich weich und flauschig an, und wirkt durch den Restwollfettgehalt antibakteriell. Die Wolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT), dabei werden die Merinoschafe artgerecht gehalten, damit sie gesund und stressfrei leben können.

Sie möchten mehr zur Naturfaser Wolle erfahren?
Dann lesen Sie hier weiter Wolle (kbT)

 

Seide

Seidencocoon

Seide wird aus dem Kokon des Seidenspinners gewonnen. Als Eiweißfaser ist sie in ihren Eigenschaften der Wolle sehr ähnlich. Die außerordentliche Länge dieser Naturfaser, ihre Reißfestigkeit, die Feinheit und der charakteristische Griff machen Seide zu einer der edelsten Textilmaterialien. Seide ist besonders hautverträglich und hat eine glänzende Oberfläche, sie wirkt temperatur-ausgleichend, d.h. sie wärmt bei Kälte und kühlt bei Wärme. Und weil ein Teil des Seidenleims auf der Faser verbleibt, wirkt sie heilend und lindert Entzündungen der Haut. Sie möchten mehr zur Naturfaser Seide erfahren? Dann lesen Sie hier weiter Seide bzw. Seide und Gesundheit 

 

 

 

Merinoschurwolle/Seide

Merinoschurwolle/Seide-Mischungen sind Wärme und Feuchtigkeit regulierend und unterstützen ein gesundes Hautklima. Das Mischungsverhältnis 70% Merinoschurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) und 30% Seide lässt die Eigenschaften der einzelnen Fasern so richtig zur Geltung kommen und sorgt für ein komfortables und langes Trageerlebnis.

 

Baumwolle/Seide

Diese Mischung ist besonders für Menschen mit empfindlicher Haut und für Allergiker geeignet. Die Seide wärmt und wirkt Temperatur ausgleichend, der seidenglatte Faden ist weich, elastisch und anschmiegsam. Der Baumwollanteil in Seide/Baumwoll-Textilien sorgt für eine sehr gute Saugfähigkeit und Feuchtigkeitsaufnahme, ist atmungsaktiv und strapazierfähig. Durch die ebenfalls glatte und weiche Oberfläche ist die Baumwolle außerdem sehr hautfreundlich.

Leinen

Die Flachs- oder Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen, auch Bast oder Bastfasern genannt. Gegenüber anderen Bastfasern ist die Leinenfaser gut teilbar und fein verspinnbar, was sie für Wäsche und Kleidung auszeichnet. Die Leinenfaser ist glatt und das Leinengewebe schließt wenig Luft ein, so ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien.

Die Faser ist von Natur bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend. Leinen kann bis zu 35% Luftfeuchtigkeit aufnehmen und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus, so dass eine kühlende und dennoch trocken wärmende Wirkung entsteht. Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Leinen hat natürlichen Glanz und Stärke.

 


Hanf

Die Hanffaser ist sehr reißfest und zählt zu den den stabilste Pflanzenfasern. Hanf hat durch die hervorragende Feuchtigkeitsabsorption eine feuchtigkeitsbeständige und geruchs-neutralisierende Wirkung und kann im Vergleich zu Baumwolle dreimal so viel Feuchtigkeit aufnehmen und auch wesentlich schneller trocknen.

Hanf HempageFoto: HempAge


Hanffasern enthalten kein Eiweiß und sind deshalb von Natur aus unempfindlicher gegen Bakterien und Pilze und deswegen auch geeignet für empfindliche Haut und Allergiker.

Je nach Webdichte kann Hanfstoff über 90% Schutz gegen schädliche UV-Strahlung bieten. Hanffasern haben außerdem eine schmutz-abweisende Wirkung, laden sich nicht statisch auf und sind sicher vor Mottenfraß.


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Hanf

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