Naturfaser-Wissen: Hanf

Definition

Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Hanf ist vielen Menschen leider nur bekannt zur Herstellung von Rauschmitteln, dabei ist es eine vielseitig einsetzbare Pflanze: ob als Faserpflanze, Heilpflanze oder zur Gewinnung des wertvollen Öles.

Im Textilbereich wird die Pflanze als Nutz- bzw. Kulturhanf bezeichnet. Hanf birgt hervorragende Eigenschaften: er laugt aufgrund seiner Selbstverträglichkeit keine Böden aus, wächst recht schnell, ist genügsam und gedeiht fast überall.

Der Wasserbedarf von Hanf ist erheblich geringer als der von Baumwolle, was die Öko-Bilanz dieses textilen Rohstoffes bedeutend hervorhebt. Einzigartig ist auch die Resistenz gegen Schädlinge, welche wegen der Vielfalt an besonderen Stoffen, den Cannabinoiden, keinen Gefallen an dieser Pflanze finden.

Zur Fasergewinnung werden die Hanfpflanzen, geerntet, geröstet und getrocknet. Das Rösten erfolgt durch wässern der Hanfbündel und dient der Lösung der Bindestoffe, welche Faserbündel mit Holz und Rinde verbinden. Danach wird der Hanf getrocknet und gehäutet, das Ergebnis sind reine Bastfasern, die in Bündeln bei den Spinnereien weiterverarbeitet werden.

Hanffasern sind sehr stabile Naturfasern und somit auch ein Rohstoff, der für widerstandfähige Textilien hervorragend geeignet ist.

Hanf wird bislang nicht wie Baumwolle kbA zertifiziert. Abgesehen vom enormen finanziellen Aufwand, winzige Terrassen zertifizieren zu lassen, fällt es bei Hanf schwer die Notwendigkeit dafür zu begründen, da diese Pflanze zu allen Zeiten weder Pestizide noch andere belastende Stoffe benötigt hat.
Kein Bauer treibt finanzielle Aufwände für etwas, das er für einen guten Ernte-Ertrag einfach nicht braucht. Auch den Hanf, der sich zur Schädlingsabwehr mit anderen Feldfrüchten ein Feld teilt, könnte man unter diesen Voraus-setzungen nicht zur textilen Fasergewinnung verwenden.
      





Quelle: HempAge AG



Quelle: HempAge AG

     

Herkunft

Die Heimat von Hanf ist vermutlich Zentralasien. Die Pflanze hat sich sehr verbreitet und ist fast weltweit in den gemäßigten bis tropischen Zonen zu finden, sowohl kultiviert als auch verwildert.

Eigenschaften

Mode aus Hanf bringt konkrete Vorteile mit sich:
Bei Hanf handelt es sich um eine besonders reißfeste und stabile Pflanzenfaser, die je nach Webdichte über 90% Schutz gegen schädliche UV-Strahlung gibt. Hanf knittert durch seine Elastizität nicht so stark wie Leinen und hat eine schmutzabweisende und antistatische Wirkung.

Eine intensive Feuchtigkeits-Aufnahme und schnelle Abgabe erzeugen ein kühlendes Tragegefühl, das Sie in heißen Sommern nicht mehr missen möchten. Zudem unterdrücken Hanftextilien die Entstehung von Gerüchen und sind besonders für allergische Haut geeignet, da die Faser unempfindlich gegen Bakterien und Pilze ist und ein angenehmes Tragegefühl vermittelt.

Weil die Hanffaser frei von pflanzlichem Eiweiß ist, entfällt die Behandlung gegen Motten und Käfer.





























 



Pflege

Hanftextilien sind besonders pflegeleicht und waschbar in der Waschmaschine bei 30°C.
       










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http://www.hempage.de/cms/infos_zu_hanf_p25.html





































































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